Smetanova Litomyšl, o.p.s.
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Festivalgeschichte

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Litomysl - eine kleine Stadt im Randgebiet zwischen Böhmen und Mähren ist mit ihren Traditionen und unversehrter Schönheit ein wahres Kulturdenkmal verflossener Zeiten. Im Gedächtnis des Publikums - und zwar nicht nur unseres - ist sie als das Geburtsort eines der größten Komponisten des 19. Jahrhunderts und des Schöpfers der neuzeitlichen tschechischen Musik, Bedrich Smetana, verankert.

Litomysl schätzte natürlich immer Smetanas historisches Vermächtnis und benannte mit seinem Namen die wichtigsten Bauten, Plätze und Kulturfeste der Stadt: auf Wunsch der Bürger trägt der Hauptplatz Smetanas Namen (seit 1990), 1905 wurde das neue Theater- und Konzertgebäude "Smetana-Haus" eröffnet, anläßlich des 100. Geburtstag des Komponisten im Jahre 1924 wurde sein Denkmal enthüllt, und zum ersten Mal trat in Litomysl das komplette Opernensemble des Prager Nationaltheaters mit der größten tschechischen Sängerin Ema Destinnova auf.

Schon damals entstand die Idee eines Smetana-Musikfestes, ähnlich dem Bonner (L. van Beethoven) oder Salzburger (W. A. Mozart). Zur Realisierung dieses Vorhaben kam jedoch erst 1949 anläßlich des 125. Geburtstags von Bedrich Smetana. Das Festival bekam einen einfachen Namen - "Smetanas Litomysl", der sich völlig einbürgerte. Zum Schauplatz des Musikfestes wurde gleich vom Anfang an das wunderschöne Schloßgelände mit seinem natürlichen Amphitheater und dem akustisch vollkommenen II. Schloßhof.

Zuerst war jedes Festival einthematisch - es wurde ausschließlich Smetanas Musik gespielt, und das ständige Gastensemble war das Prager Nationaltheater. Später wurden auch weitere Opernensembles - aus Brünn, Ostrava und Bratislava - zum Festival eingeladen, und 1965 erklang hier zum ersten Mal auch Musik eines anderen Komponisten (E. Suchon - Svätopluk).

In Jahren 1966 - 1973 wurde das Opernfest "Smetanas Litomysl" jedoch nicht veranstaltet, und auf Erneuerung seiner Tradition kam erst im nächsten Jubiläumsjahr 1974 an. Die 70er Jahre brachten dann einen Durchbruch in der Dramaturgie, weil neben der Smetanas Musik regelmäßig auch die von anderen, vor allem tschechischen und slawischen Autoren erschien. Werke von Dvorak, Janacek, Martinu, Fibich, aber auch Tschaikowski und Prokofjew, wurden zur willkommenen Programmabwechslung, erst Ende der 80er Jahre begann jedoch das Festival, auch die gefragte Musik von Mozart, Verdi sowie weiteren Weltkomponisten aufzuführen.

In dieser Zeit stagnierte jedoch ein wenig das Interesse des Publikums, und nach der Wende im November 1989 entstand die Frage nach der weiteren Entwicklung.

Dem Stadtamt ist es gelungen, ein neues Veranstaltungsteam zu bilden, es wurde die Stiftung des Opernfestes "Smetanas Litomysl" gegründet und ein neues Modell des Festivals bedeutend unterstützt. Seit 1992 findet "Smetanas Litomysl" Ende Juni - Anfang Juli an zwei nacheinander folgenden verlängerten Wochenenden statt. Die Dramaturgie ist offener, und die neue Festivalleitung bemüht sich, "Smetanas Litomysl" in eine wirklich vollwertige Kulturveranstaltung mit einem durchgedachten langfristigen dramaturgischen Plan zu verwandeln, der nicht nur von gastierenden bestehenden Inszenierungen ausgeht, sondern auch von einzigartigen musikalisch-inszenatorischen Projekten, ob eigenen oder mitgeschafennen. Dank diesem Trend gewann das Opernfest das Interesse der fachlichen Kritik, und "Smetanas Litomysl" wurde zu einem Begriff auch für Musikfachleute, ihre Bedeutung überschreitet die Grenzen der Region und beeinflußt die ganze tschechische Kultur.

Programm 2011

Programm 2010

Programm 2009

Programm 2008

 

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